von Marc Freund

Ein Toter in der Besenkammer eines New Yorker Hotels weckt das Interesse von Hutchinson Hatch. Es gelingt ihm, Professor van Dusen davon zu überzeugen, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Was darauf folgt, ist die Jagd nach einem Mörder, der sich selbst den Namen John Doe verpasst hat. Doe ist ihnen immer eine Nasenlänge voraus. Die Spur führt schließlich in ein abgelegenes Waldhaus, in dem sich der Psychiater Doktor Goldner mit einigen Patienten aufhält. Professor van Dusen ist davon überzeugt, dass sich unter den Anwesenden auch der Mörder befindet. Aber um diesen zu entlarven, bedarf es nicht nur der Intelligenz der Denkmaschine, sondern auch einiger raffinierter Tricks …

Für die, die nicht wissen was John Doe in Amerika bedeutet: Der Name wird für fiktive Personen verwendet, die es gar nicht gibt. So wie bei uns Max Mustermann.

Der heutige Fall, »Professor van Dusen hört das Gras wachsen«, beginnt wie ein klassischer Krimi. Hutchinson Hatch stößt zufällig über eine Leiche. Eigentlich will der Professor gar nichts damit zu tun haben, aber Hatch kann ihn dazu drängen den Fall aufzunehmen. Und das alles in einer Abstellkammer eines Hotels. Umso erstaunlicher ist es, für mich, wie tief er sich danach in die Sache rein hängt. Auch erstaunlich, dass der Professor mal auf Hutchinson Hatch hört, während er im Laufe des Falls immer wieder seine "erhabene" Position raushängen lässt.

»Professor, wissen Sie denn wer John Doe ist? Wollen Sie damit sagen, dass sie die Person noch nicht erkannt haben?« Das ist wieder typisch Professor van Dusen. Und der arme Hatch fällt natürlich immer wieder darauf herein. Das ist wieder schön gemacht und hat mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Im Zuge ihrer Ermittlungen stoßen sie auf eine Gruppe von Menschen, die ein Psychiater begleitet. Im Kapitel sieben werden wir all diese Leute kennenlernen, die offiziell nicht als Patienten bezeichnet werden sollen. Jeder hat so seine Macken und kann sie ausgiebig darstellen. Sehr schön gemacht und lenkt ein wenig vom Fall ab, was natürlich bewusst so gewählt ist.

Das alles soll den Hörer in die irre führen, wie sich aber erst ganz zum Schluss herausstellt. Genauso sollte ein Krimi sein, spannend, der Hörer kann mitraten und wird gleichzeitig auf falsche Fährten gelockt. Die Produktion an sich ist wieder hervorragend die Sprecher allesamt erste Sahne. Von meiner Seite aus kann ich nur sagen unbedingt reinhören. Das Einzige, was ich vielleicht ein wenig bemängeln könnte, wäre der Titel. Wieso hört er das Gras wachsen?

 

Professor van Dusen: Bernd Vollbrecht
Hutchinson Hatch: Nicolai Tegeler
Dr. Adell Goldner: Uwe Jellinek
Angus Podgorny: Reiner Schöne
Melody Sauer: Rubina Nath
Kelly Halvorson: Marion von Stengel
Otto Colewalker: Jürgen Kluckert
Norman Hates: Marco Rosenberg
Dennis Torphy: Sascha Rotermund
Jaron Gardener: Achim Buch


Typ Hörspiel
Medium CD
Erscheinungjahr2022
Verlag/Labelallscore
AutorMarc Freund
ProduzentGerd Naumann
RegieGerd Naumann
MusikerTom Steinbrecher
ISBN/AsinB0B45C7KX8
Lauflänge61 Min.