von Dane Rahlmeyer

Das Ziel ist ganz nahe. Fast haben Kim, Captain Moon und Jeremy das Abaddon-System erreicht, wo man Kims Großvater gefangen hält, da wird ihr Schiff von einem unbekannten Raumschiff angegriffen: Tiamat, Zerstörer von Welten, halb Maschine, halb biologisches irgendwas. Und als wäre die Lage nicht schon brenzlig genug, haben auch die Agenten der Daedalus-Föderation ihre Beute beinahe eingeholt. Die einzige Chance auf Überleben ist eine Frau, die Tiamat seit fünfhundert Jahren quer durch die Galaxis jagt.

Lange Zeit stand nicht fest ob diese gute Science Fiction Serie überhaupt zu einem Ende gebracht werden könnte. Doch mit einigem Durchhaltevermögen konnte die Produktion schlussendlich zu ihrem Ende geführt und die Staffel zu einem würdigen Abschluss gebracht werden. Das freut nicht nur den Hörspielfreund an sich, dass eine Serie zu Ende gebracht werden kann, sondern auch den Fan, der diese Serie ins Herz geschlossen hat.

Beim ersten Hören erinnerte mich diese Folge sehr an eine alte Star Trek Classic Folge, der Planetenzerstörer, im Original „The Doomsday Machine“. Auch hier taucht eine Maschine auf, in diesem Fall halt halb biologisch, die mit unglaublich starken Waffen ausgestattet ist und alles zerstört was sich ihr in den Weg stellt. Auch Vimana kann der vernichtenden Kraft dieser Erscheinung nicht lange trotzen. Und so müssen die Mannen um Captain Moon fliehen. Mit knapper Not können Sie einen Planetoiden erreichen und sich dort vor den tödlichen Angriffen verstecken. Dort treffen sie auf ein sehr altes Raumschiff und die bereits oben erwähnte Frau.

Dane Rahlmeyer schafft es immer wieder einen Plot zu ersinnen, der einen als Hörer mitreißt. So macht er aus der anfänglich scheinenden tumben Vernichtungswaffe, ein halb biologisches Wesen, welches durch geschichtliche Ereignisse dem Wahnsinn verfallen ist. Sakura Latham, die Kommandantin aus dem uralten Raumschiff, nennt der Vimana Besatzung den Namen dieser Vernichtungswaffe: Tiamat. Dieses Wesen zerstörte ihren Heimatplaneten und deswegen verfolgt sie Tiamat seit vielen Jahrhunderten. Diese lange Zeit konnte sie nur im Hibanaklium, einem künstlichen Tiefschlaf, überbrücken, wenn sie nicht gerade im Kampf mit Tiamat stand. Die beiden Besatzungen stellen fest, nur mit gegenseitiger Hilfe können die beiden Raumschiff repariert werden.

Während der Reparaturarbeiten kommen sich Captain Moon und Sakura Latham sichtlich näher. Während einer Pause ruhen sich die beiden auf einem Sofa aus. Warum ein Sofa im Maschinenraum steht, erschließt sich mir nicht unbedingt. Und jetzt, beim Nachhören, finde ich diese Stelle natürlich nicht mehr. Aber Dane Rahlmeyer ist hier überaus mutig, und das Sofa erfüllt einen ganz bestimmten Zweck. In dieser klaren und deutlichen Form, habe ich das in einem Hörspiel eigentlich noch nicht erlebt. Zumindest kann ich mich spontan nicht daran erinnern und es kam recht überraschend. Sehr schön gespielt von Bernhard Selker und Kathrin Reinhard.

Auch diese Folge ist wieder sehr unterhaltsam und geizt nicht mit Spannungsbögen, Action und Gefühlen. In die gute Charakterzeichnung der Hauptfiguren passt sich Sakura Latham wunderbar ein. Ihre Beweggründe, Tiamat zu verfolgen und vernichten zu wollen, werden eindringlich von ihr dargestellt. Auch als unsere Helden feststellen, das Tiamat dem Wahnsinn verfallen ist und nicht einfach nur eine kalte Vernichtungsmaschine, kann sie aufgrund ihrer Geschichte nicht von ihrem Vorhaben lassen.

Eine rundum gelungene Folge, die wieder eine Menge Spaß beim Hören macht.


Typ:Hörspiel
Medium:CD
Veröffentlicht.:2012
Verlag/Label:Pandoras Play
Autor:Dane Rahlmeyer
Regie:Dane Rahlmeyer
Musiker:Marcel Schweder
Lauflänge:54