von Stephen Baxter

Mein erster Dr. Who Roman und das gleich auch noch von dem bekannten britischen Autor Stephen Baxter. Immerhin ist Stephen Baxter einer der erfolgreichsten Science-Fiction Autoren überhaupt. Das es Dr. Who Romane überhaupt gibt, war mir bis dato unbekannt.

O.k. gehen wir einen Schritt zurück. Wer ist Dr. Who? Es handelt sich hierbei um einen so genannten Time Lord, der mit seinem Raumschiff Tardis durch die Zeiten fliegt, um Probleme zu beheben. Begleitet wird er meist von ein oder zwei Personen, die von der Erde stammen. Die Tardis ist ein Zeitraumschiff, das von außen wie eine englische Telefonzelle aussieht. Eine wundervolle Möglichkeit Platz zu sparen, bei den Außensets, und überraschte Gesichter von Besuchern zu zeigen, wenn sie den Innenraum betreten.

Die Sache mit dem Raumschiff, wird in einem Nebensatz geklärt. OK. Auch wenn ich persönlich bisher nicht viel mit Dr. Who bisher zu tun hatte (läuft in Deutschland ja ja leider praktisch nicht), weiß ich doch, dass es viele Inkarnationen dieses Charakters gibt. Deswegen finde ich es bedauerlich, dass im Roman an keiner Stelle erwähnt wird, um welchen Doktor  es sich genau handelt. Bei Nachfrage von Wissenden, erfuhr ich, dass es der zweite Doktor ist.

Der Doktor und seine beiden Begleiter, Jamie und Zoe, sind mit der Tardis unterwegs, als das Raumschiff plötzlich einen eigenen Willen zeigt und sie auf einer Basis am Saturnmond absetzt. Die Bewohner und Sicherheitskräfte der Station sind natürlich über diesen plötzlich auftauchenden Besuch überrascht. Da sie aber gerade anderweitige Probleme haben, mit Gespenstern und Kobolden, wie die Kinder glauben, mit Hirngespinsten, wie die Erwachsenen eher glauben, werden sie nicht direkt als Eindringlinge behandelt, sondern Dr. Who kann sich sogar in die Geschehnisse einmischen, um zu helfen. Das befördert ihn und seine Begleiter mitten in die Konfrontation hinein.

Die paar Folgen, die ich kenne, sind immer sehr erfüllt von pazifistischen Lösungen. So auch hier. Sie stellen fest, dass in dem Saturnmond eine uralte intelligente Maschine feststeckt, die versucht sich zu befreien und zu ihren Schöpfern zurück zu gelangen. Dabei bedient sie sich künstlicher Lebewesen, die die anwesende Firma in ihren Bergbaubestrebungen behindert. Der Vertreter dieser Firma versucht mit Gewalt das zu verhindern. Nur der Doktor erkennt, worum es sich in Wirklichkeit handelt und versucht eine friedliche Lösung herbeizuführen. Ein Wettlauf beginnt, bei der Die Kolonie vernichtet werden könnte, oder die uralte Maschine, die nicht einfach nur eine Maschine ist.

Rad aus Eis ist sehr kurzweilig geschrieben und hat aus meiner Sicht keine Längen zu verzeichnen. Die einzelnen Personen werden immer ein wenig mehr beleuchtet, insbesondere Jamie und Zoe. Nur der Doktor bleibt irgendwie unnahbar. Nun weiß ich natürlich nicht, ob das Absicht ist, damit er weiterhin ein wenig unergründlich bleibt. Immerhin weiß man nicht wirklich wer oder was die Time Lords sind. Auch wird nicht erklärt ob es der Roman zu eine bestehenden Fernsehfolge ist oder unabhängig davon. Insgesamt gesehen ist der Roman ein unterhaltsames Abenteuer aus dem Dr. Who Universum. Er ist kein Überwerk, aber zu keiner Zeit irgendwie langweilig oder gar trocken. Man erfährt nicht besonders viel über die Absichten von Dr. Who, aber das kann ja, wie schon erwähnt, Absicht sein.


Medium:gebundene Ausgabe
Genre:Roman
Veröffentlicht.:2013
Verlag/Label:Cross Cult
Autor:Stephen Baxter
Übersetzter:Claudia Kern
ISBN/Asin:978-3864251955
Seitenzahl:413