von Alastair Reynolds

Die Geschichte handelt lange Jahre nach "Chasm City". Die Schmelzseuche ist zwar nicht überwunden, aber da diese praktisch alle Nanomaschienen in erreichbarer Nähe umgeformt hat, gibt es in dieser Beziehung nichts mehr zu vernichten. Die Menschheit teilt sich in mehrere Gruppen auf. Eine dieser Gruppen sind die Demarchisten, ein totalitärer Staatsmechanimus, die von den Menschen im Rostgürtel nur Zombies genannt werden. Auf der anderen Seite die Synthetiker, die alle Menschen, ähnlich wie die Borgs, in ihr Kollektiv assimilieren wollen. Sie werden allgemein Spinnen genannt. Diese beiden Gruppen führen einen interstellaren Krieg gegeneinander, den nach 400 Jahren die Synthetiker zu gewinnen scheinen. Auf Grund des langen Krieges sind nur noch diese in der Lage Lichtschiffe zu bauen. Auf einer deren Expeditionen in den Tiefenraum, haben sie Kontakt mit einer Maschinenintelligenz, die alles intelligente Leben im Universum, welches auf einer höheren Stufe steht, gnadenlos auslöscht. Durch diesen Kontakt sind die "Unterdrücker", wie sie auch genannt werden, auf die Menschheit aufmerksam geworden und haben sie zur Vernichtung bestimmt. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf um das Überleben der Menschheit. Sollen sie fortlaufen oder sich der Gefahr stellen? Hat ein Kampf gegen diese Übermaschinen überhaupt einen Sinn?

Trotz des enormen Umfanges von satten 894 Seiten, ist die Verarbeitung des Taschenbuches außerordentlich gut. Man muß nicht befürchten das der Buchrücken auseinanderbricht. Auch das Papier ist von guter Qualität und die Schriftart hervorragend lesbar.

Reynolds stellt zu Anfang des Buches alle Beteiligten kurz vor, die im späteren Verlauf der Geschichte aufeinandertreffen werden. Dabei gestaltet er die Handlung dermaßen geschickt und spannend, daß der Leser gebannt jede Seite verschlingt um zu erfahren wie es weitergeht. Trotz des, im ersten Moment "erschlagenden" Umfanges des Buches, wird man vom ersten Moment an gefesselt. Schon nach kurzer Zeit rückt die Hauptfigur des Buches, Calvain (Der Schlächter von Tharsis), immer deutlicher in den Vordergrund. Reynolds versteht es ausgezeichnet die Spannung langsam aber stetig zu steigern, bis zum großen Finale. Auch vermeidet er diesmal logische Fehler und die Story wirkt deswegen schlüssig und wie aus einem Guß. Auch die wissenschaftlichen Hintergründe, die immer wieder auftauchen, wirken nicht einfach nach Technobabble, sondern wie echt. Der Wissenschaftler Reynolds geht hier eine hervorragende Allianz mit dem Autor Reynolds ein. Diverse Kritiker meinen zu Recht, daß er einer der großen im Reich der Space Opera ist.


Original Titel:Redemption Ark
Medium:Taschenbuch
Genre:Roman
Veröffentlicht.:2002
Verlag/Label:Heyne
Autor:Alastair Reynolds
Übersetzter:Irene Holocki
ISBN/Asin:978-3453522886
Seitenzahl:894