von Richelle Mead
rezensiert von Oda Plein

Der zweite Teil der Serie „Vampire Academy“ ist erschienen. Wieder mit einem aufwendig gestalteten Klappcover und einer anhängenden Leseprobe versehen und in der Übersetzung von Michaela Link, setzt Richelle Mead die Geschichte um die Vampirschule und die Protagonistin Rose Hatheway in „Blaues Blut“ fort.

Wieder geht es hautsächlich um das Dhampiremädchen Rose Hathaway und ihre beste Freundin Lissa. Die Leser/innen erwartet in „Blaues Blut“ eine fesselnde Geschichte, in der besonders Rose eine glaubwürdige und interessante Entwicklung durchlebt.
Dabei beleuchtet Richelle Mead wirklich alle Lebensbereiche der Protagonistin und stimmt diese gut aufeinander ab.

Während Rose sich mit ihrer Liebe zu ihrem Lehrer Dimitri, den Annährungsversuchen ihres Freundes Mason, der Ausbildung zur Wächterin und auch noch mit ihrer Beziehung zu ihrer Mutter auseinander setzen muss, wächst auch noch die Gefahr durch die Strigoi.
Die bösen Vampire entwickeln sich zu einem immer größeren Problem, denn sie verbünden sich mit Menschen und können so auch bei Tageslicht wirken und Schutzmaßnahmen der Moroi außer Kraft setzen. So kommen sie ihrem Ziel, die Moroi zu vernichten, allen voran die königlichen Familien immer näher.

Sehr geschickt verbindet die Autorin hier charakterliche Entwicklung mit Spannung und Aktion und behält die ganze Zeit den roten Faden der Geschichte fest in der Hand.

Das im ersten Teil entstandene High School Feeling verblasst in „Blaues Blut“ sehr schnell.
Die ansteigende Bedrohung durch die „bösen“ Vampire“ versetzt die Welt der Moroi in Aufregung aber auch Entwicklung. Wobei sich zwei neue Charaktere sehr gut einfügen.

Sowohl Tasha, die Tante von Lissas Freund Christian, wie auch Adrian, ein undurchschaubarer Moroi beleben die Geschichte und bringen sie voran.
Ebenso wie die Figur von Rose Mutter, Janine Hathaway, die der kompletten Geschichte eine erfischende Ernsthaftigkeit gibt und dazu beiträgt, dass die Aufgabe als Wächterin in ihren ganzen Schwierigkeiten und Auswirkungen in ein viel besseres Licht gesetzt wird.
Hier erwarten die Leser/innen einige Wendungen und Überraschungen.

Auch der im ersten Teil etwas erschreckende Umgang mit dem Borderline – Syndroms wird in „Blaues Blut“ andeutungsweise in Frage gestellt. Hier wird es sicher in folgenden Teilen noch Klärung geben. Ebenso wie in Vampire Academy dass Thema Sucht und Abhängigkeit auf recht interessante Art und Weise behandelt wird. Denn auch wenn die Moroi nur von freiwilligen „Spendern“ trinken, geraten diese doch in eine Abhängigkeit nach den angenehmen Gefühlen, die der Akt des „trinkens“ bei ihnen auslöst.

Auf jeden Fall ist es Richelle Mead gelungen ihre grundsätzlichen Ideen weiter zu vertiefen und obwohl „Blaues Blut“ der zweite Teil einer Serie ist, eine in sich abgeschlossene Geschichte zu schreiben und trotzdem das Interesse an der Geschichte für weitere Teile zu erhalten.


Original Titel:Frostbite
Medium:Taschenbuch
Genre:Roman
Veröffentlicht.:2009
Verlag/Label:Egmont LYX
Autor:Richelle Mead
Übersetzter:Michaela Link
ISBN/Asin:978-3802582028
Seitenzahl:298