von Ilona Andrews
rezensiert von Oda Plein

Ilona und Andrew Gordon, diese zwei Namen stehen hinter dem Pseudonym Ilona Andrews und sie sind die Autoren der Dark Future/Fantasy Reihe Stadt der Finsternis.

Im Februar 2010 erschien Teil 3 der Reihe „Duell der Schatten“. Ein treffender Titel, wie sich im Laufe der Geschichte heraus stellt.

Diesmal ist es Kates Freundschaft zu dem jungen Werwolf Derek, der sie ihn Schwierigkeiten bringt und dazu auch noch viele andere mit in einen Strudel aus Ereignissen zieht.

Die Midnight Games, blutige Kämpfe in einer geheimnisvollen Arena werfen ihre Schatten auf die Gestaltwandler aus Atlanta und Kate steckt, ganz wie es ihre Art ist mitten drin. Nicht nur ihre etwas aus der Bahn laufende „Beziehung“ zu Curran oder ihre neue Ader sich auf Freundschaften einzulassen machen Probleme. Auch die Verantwortung für die kleine Julie und ihre eigene Vergangenheit spielen ihre Rolle in einem komplexen Spiel.

Das Autorenpaar hat in „Duell der Schatten“ wieder eine spannende und fesselnde Geschichte zu bieten. Die grundsätzliche Story ist schlüssig, alle Charaktere sind perfekt eingebunden und haben die Chance sich zu entwickeln. Wir lernen die Werhyäne Raphael genauso gut kennen wie den Sicherheitschef des Rudels Jim, den seltsamen Saimann oder die Waffenexpertin Andrea.

Die Begegnungen zwischen Kate und Curann wecken Verzweiflung, Ratlosigkeit, Wut und lautes Lachen. Selten gelingt es Autoren so gut, die Leser/innen mit einen trocknen Spruch von der hohen Spannung zu befreien und diese schon im nächsten Moment wieder aufzubauen.

Auch die Darstellung der Gegner ist umfangreich und schillernd. Der Hintergrund dazu ist gut durchdacht und innerhalb der Story gut und verständlich erklärt. Hier merkt man, dass Andrew Gordon Geschichte studiert hat und weiß wie man Recherche betreibt.

Auch Erotik fehlt in diesem Roman nicht. Doch sie ist nur ein winziges Teil des großen Mosaiks. Alles hat in diesem Roman seinen Platz und seine Berechtigung. Das man das alles in nur 335 Seiten unterbringen kann ist schon erstaunlich. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Geschichte auch zu verstehen ist, wenn man die vorangegangenen Teile „Die Nacht der Magie“ und „Dunkle Flut“ nicht kennt.

Stadt der Finsternis ist mit 7 Teilen geplant, also erwarten die Leser/innen noch 4 weitere Teile. Ein guter Ansatz, denn auch wenn diese Geschichte mehr als mitreißend ist, wird sie irgendwann erzählt sein.
Noch gibt es aber reichlich Ideen, die weiter verfolgt werden können. Die Charaktere bieten in ihrer Vielfalt noch viel Platz für weitere Entwicklungen, ebenso wie die angehende Beziehung zwischen Kate und Curann, die - bleiben sich die Figuren treu - auch in einem riesigen Blutbad enden könnte.
Zudem enthält die Geschichte viele kleine Begebenheiten, die die aufmerksamen Leser/innen auf ganz eigene Ideen bringen. Ein Doktor, der Tee immer mit extrem viel Zucker serviert, ein Sicherheitschef , der seine Aufgabe all zu ernst nimmt und eine extrem begabte Julie, die sich in den Werwolf Derek verliebt hat.. Das alles gibt Hoffnung auf viele weitere Romane dieser Art.


Medium:Taschenbuch
Genre:Roman
Veröffentlicht.:2010
Verlag/Label:Egmont LYX
Autor:Ilona Andrews
Übersetzter:Jochen Schwarzer
ISBN/Asin:978-3802582196
Seitenzahl:335